Schon rechtzeitig, bevor der Vortrieb des Bauschachtes der
Kanalisationsarbeiten auf die verschüttete Quelle des Wasserturmberges
stieß, hatte der 1. Vorsitzende der Naturfreunde Kroog, Robert Möller,
die zuständigen Ämter der Stadt Kiel hierüber informiert.
Auch die Kieler Nachrichten veröffentlichten in ihrer
Ausgabe am Mittwoch, d. 18. April 1990
einen Artikel mit Bild
"Alte Quelle soll für das Moor wieder sprudeln."
Ausschnitte aus einem Videofilm
von Robert Möller

Kurzfristig wurde von der Stadt Kiel eine Rettungsaktion der Quelle
vom Wasserturmberg, die das gegenüberliegende Moor
mit Wasser versorgt, eingeleitet.

Der Wassereinbruch der Quelle in den Bauschacht.


Zur Absicherung der Quelle wird Geröll eingebracht.

Ein Sammelschacht wird aufgesetzt und das
Geröll mit Kies verdichtet.

2 Pumpen saugen ständig das Quellwasser ab
damit die Bauarbeiten durchgeführt werden können.

Der Durchbruch für die Rohrverlegung
durch den Wall zum Moor.

Die Rohrverlegung zum Moor.


Es ist geschafft.
Es kann wieder verfüllt werden.


Hier fließt das kristallklare Quellwasser

2 Liter in der Minute.

2880 Liter Tag für Tag.
Schon in der Vergangenheit war die Quelle eine wichtige
Lebensader für Kroog.
In den ersten Gründerjahren, als es in Kroog noch keine
Wasserleitung gab, spendete die Quelle den Siedlern kristallklares Trinkwasser.
In kalten Wintern, wenn die ersten Wasserrohre platzten,
die nur 0,70cm tief verlegt waren, holten die Krooger ihr
Wasser mit Badewannen und Eimern auf Schlitten in die Häuser.
Auch im Krieg, wenn die Leitungen durch Bomben zerstört waren,
konnte man sich hier mit Trinkwasser versorgen.
Familien mit Säuglingen und Kleinkindern hatten
Vorrecht an der Quelle.
Die Aussage eines Krooger Siedlers, "es hat nie eine Quelle gegeben"
ist unwahr.

Um den Wasserstand des Moores regulieren zu können,
wurde am Abfluss ein Mönch eingebaut.
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