Die Sage von der Entstehung des Klosters Preetz

Es war an einem herrlichen Herbstmorgen im Jahre 1211. Graf Albrecht von Orlamünde ritt durch die dichten Wälder. Es mag etwa dort gewesen sein, wo heute die Gründe des Klosters Preetz liegen. Das Sonnenlicht fächerte sich in den Zweigen der Bäume.
Plötzlich erblickte Graf Orlamünde einen prächtigen Hirschen. Das Tier sprang auf und floh. Er setzte ihm nach. Wie angewurzelt blieb der Hirsch unter einer mächtigen Eiche stehen, als wenn es den Tod nicht scheute. Der Graf legte an, um das Tier zu töten. Da erschien inmitten des mächtigen Geweih's ein glänzendes, goldenes Kreuz. Nun verspürte der Graf, daß er auf heiligem Boden stand. Er schenkte dem Hirschen das Leben. Ringsum die Eiche ließ er den Wald roden und baute ein Kloster. Es war das Kloster Preetz. Auch die Eiche steht heute noch an dieser Stelle. Von hier aus ließ er, mit Hilfe des Adels, das Land durch christliche Bauern besiedeln.